Im Herbst 2008 war weltweit ein schnelles Handeln der Politik erforderlich, um den drohenden Kollaps des globalen Finanzsystems abzuwenden. Neben diesen alternativlosen Sofortmaßnahmen muss in der mittleren bis langen Frist der Finanzsektor reformiert werden. Eine verbesserte Stabilität soll zukünftige Krisen in ihrer schädlichen Wirkung abschwächen und die Häufigkeit von extremen Finanzmarktturbulenzen verringern. Die optimale Kombination von Stabilität und volkswirtschaftlicher Leistungsfähigkeit des Finanzsektors wird zurzeit durch vermeidbare strukturelle Ineffizienzen und falsche ordnungspolitische Rahmenbedingungen erschwert. Die diskutierten Reformmaßnahmen schränken zum Teil die Leistungsfähigkeit erneut unnötig ein. Eine unzweifelhaft notwendige Stärkung der Stabilität sollte aber mit einer verbesserten Effizienz des Finanzsektors verbunden werden. Nur so kann die Leistungsfähigkeit des Bankensektors gestärkt und die Finanzierung von Wachstum und Beschäftigung in Deutschland dauerhaft gesichert werden.
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